Warum Männerpsychotherapie?

Posted on Posted in Männerpsychotherapie

Lesezeit: 1 Minute

Dass Männer sich in vielen Punkten von Frauen unterscheiden, haben Sie sich bestimmt schon oft gedacht. Und Gender-Debatte hin oder her; es zeigen sich auch in der Psychotherapie deutliche Unterschiede:

Lebenserwartung von Männern
90%
Selbstmorde duch Männer
75%
Männer in Therapie
35%
Männliche Psychotherepeuten
10%

Aber auch sonst gibt es deutliche Unterschiede. Der Behandlungsanlass zum Beispiel: Männern fällt es allgemein oft schwerer Hilfe anzunehmen. Sie gehen deshalb seltener zum Arzt und zum Psychotherapeuten. Wenn Sie dann doch kommen, haben sie meistens andere Leiden als Frauen. Die typischen Männerleiden sind: körperliche Beschwerden mit psychischen Ursachen, Süchte wie Arbeit, Alkohol, Drogen, Spiele Sex, etc.

Männerleiden werden nicht erkannt

Haben Sie es mal in die Praxis geschafft, werden viele Leiden überhaupt nicht erkannt. Bestimte Störungen wie Depressionen zeigen sich bei Männern nämlich anders als bei Frauen: die "männliche Depression" zeigt sich vor allem durch Gereiztheit, Irritabilität, Aggressivität oder Wut. Dass hinter diesem Verhalten eine Depression steckt wird von vielen Therapeuten nicht erkannt. Entsprechend werden Männer nicht adäquat behandelt.

Wurde das Leiden erkannt, fällt es vielen Männern dennoch nicht leicht, über ihre Probleme zu sprechen. Ihnen fehlt es an den richtigen Worten für Emotionen und Bedürfnisse. Für bestimmte Themen wie Gewalt und Sexualität fällt es ihnen zudem leichter mit einem Mann zu sprechen. Männliche psychologische Psychotherapeuten sind auf dem Markt jedoch Mangelware; sie machen lediglich 10% aus.

Fazit: Männer brauchen eine eigene Psychotherapie

Deshalb braucht der Mann einen Raum, in dem er vorurteilsfrei schwierige Themen ansprechen und angehen kann. Um das zu schaffen braucht er einen Therapeuten, der die spezifischen Probleme des Mannseins versteht und kompetent darauf eingehen kann.